Baukosten pro m² nach Bundesland (2026)

Stand: 24.08.2026

Baukosten sind regional: Dasselbe schlüsselfertige Einfamilienhaus kostet in Sachsen-Anhalt ab etwa 2.300 € pro m², in Hamburg bis 3.800 €. Die Tabelle zeigt die typischen Spannen aller Bundesländer — danach klären wir, was im m²-Preis steckt, was nicht, und warum die Stadt-Land-Grenze mehr ausmacht als die Landesgrenze.

Baukosten pro m² nach Bundesland

Schlüsselfertiges Einfamilienhaus, mittlerer Standard, ohne Grundstück und Nebenkosten (typische Spannen, Stand 2026):

Bundesland €/m² Wohnfläche
Hamburg 3.200–3.800 €
Bayern 3.000–3.700 €
Berlin 3.100–3.700 €
Baden-Württemberg 3.000–3.600 €
Hessen 2.800–3.400 €
Nordrhein-Westfalen 2.700–3.300 €
Schleswig-Holstein 2.700–3.300 €
Rheinland-Pfalz 2.600–3.200 €
Brandenburg 2.600–3.200 €
Niedersachsen 2.500–3.100 €
Saarland 2.500–3.100 €
Bremen 2.500–3.100 €
Mecklenburg-Vorpommern 2.400–3.000 €
Sachsen 2.400–3.000 €
Thüringen 2.400–3.000 €
Sachsen-Anhalt 2.300–2.900 €

Wichtiger als die Landesgrenze ist die Lage im Land: Im Speckgürtel von München, Frankfurt oder Hamburg liegen Handwerkerpreise 15–25 % über dem Landesschnitt — im ländlichen Raum desselben Bundeslands entsprechend darunter. Die Spannen bilden genau das ab.

Warum die Preise regional so streuen

Was im m²-Preis steckt — und was fehlt

Der schlüsselfertige m²-Preis umfasst Gebäude und Haustechnik. Nicht enthalten sind regelmäßig:

Die komplette Rechnung mit allen vier Kostenblöcken findest du unter Was kostet ein Haus? — oder direkt im Baukostenrechner.

So nutzt du die Tabelle richtig

  1. Nimm die Spanne deines Bundeslands und rechne mit der Mitte, bei Metropolnähe mit dem oberen Rand.
  2. Multipliziere mit deiner Wohnfläche — und rechne dann Nebenkosten und Außenanlagen drauf. Oder lass beides den Baukostenrechner erledigen.
  3. Prüfe das Ergebnis gegen deine Finanzierungsrate: Erst wenn beides zusammenpasst, lohnt der Weg ins Musterhaus.

Häufige Fragen

Sind das die Preise pro Quadratmeter Wohnfläche oder Bruttogrundfläche? Wohnfläche — die Zahl, mit der Hausanbieter werben. Achtung beim Vergleich: Manche Kalkulationen rechnen mit Bruttogrundfläche, das sieht pro m² billiger aus, meint aber dasselbe Haus.

Steigen die Baukosten 2026 weiter? Nach dem Sprung 2021–2023 haben sich die Preise beruhigt; zuletzt lagen die jährlichen Steigerungen im niedrigen einstelligen Bereich. Regionale Auslastung schlägt derzeit stärker durch als die allgemeine Teuerung.

Wo baut es sich am günstigsten? Auf dem Papier in Ostdeutschland abseits der Zentren. Praktisch entscheidet dein Grundstück: Ein günstiges Bundesland nützt nichts, wenn Grundstückspreis oder Pendelkosten den Vorteil auffressen.


Weiter im Hausbau-Fahrplan: vom Budget über den Anbietervergleich bis zur Schlüsselübergabe.

Hausbauatlas-Redaktion — sorgfältig recherchiert, alle Angaben ohne Gewähr. Wie wir arbeiten und Geld verdienen